Virtualisierung von SMB-Unternehmen
Virtualisierung eignet sich nicht nur für große Rechenzentren. SMB-Unternehmen können ebenfalls von virtuellen Servern profitieren, die eine vereinfachte Infrastruktur und erhöhte Belastbarkeit gewährleisten.
Die aktuelle Server-Hardware ist so konzipiert, dass sie die Virtualisierung unterstützt. Unter Zuhilfenahme des Hardware-Support, den sowohl Intel- als auch AMD-Prozessoren aufweisen, lässt sich auf Ihrem bestehenden Server mühelos ein Hypervisor installieren, mit dem Sie Ihre Server-Infrastruktur konsolidieren können – so schaffen Sie Platz auf Ihrer Festplatte und sparen außerdem Strom. Mit einem Quad-Core Intel-System zum Preis von weniger als £500 (zuzüglich geringem Kostenaufwand für Speicherkapazität und Datenspeicher), gibt es selbst bei einem sehr niedrigen Budget reichlich Spielraum für Konsolidierung. Es ist relativ einfach, bestehende Server mithilfe von Standard-Tools von einer physischen auf eine virtuelle Plattform zu übertragen. Somit steht Ihnen Hardware zur Verfügung, die wiederverwendbar ist oder für die Disaster Recovery bereitgestellt werden kann.
Da Software zunehmend für Virtualisierungszwecke konzipiert wird, erscheint der Einsatz von mehreren virtuellen Servern für das Hosting von Schlüsselanwendungen sinnvoll, vor allem weil Sie Ihre Server mithilfe einer einzigen Systemsteuerung steuern und sichern können. Anstelle von separater Hardware für E-Mail, CRM und BlackBerry wird somit alles von einem einzigen Gerät erledigt, wobei jeder virtuelle Server in seiner eigenen Speicherpartition integriert ist und demzufolge keinen Einfluss auf die anderen Server nehmen kann. Sollte ein virtueller Server abstürzen, können Sie ihn neustarten, ohne den Server neu zu booten, sodass alle laufenden Serverdienste bestehen bleiben. Es handelt sich dabei um einen Ansatz, der IT-Infrastruktur als Hilfsprogramm behandelt, das Dienste für Ihre Geschäftsanwendungen liefert, was diese wiederum im Hinblick auf Ihre Unternehmensanforderungen flexibler und reaktionsfähiger macht. Sie benötigen mehr Leistung für den Jahresabschluss? Kein Problem! Fügen Sie einfach Ressourcen hinzu, bevor Sie diese je nach Bedarf erneut Ihren restlichen Anwendungen zur Verfügung stellen.
Virtuelle Server erleichtern das Testen von neuen Anwendungen, bevor Sie diese bei Ihren Usern einsetzen. Statt jedesmal, wenn Sie eine Anwendung oder einen Update qualifizieren möchten, neue Hardware zu konfigurieren, können Sie auch einen passenden virtuellen Server klonen und dann die entsprechende Software bzw. den entsprechenden Patch installieren. Dank diverser Selbstbedienungs-Tools müssen Sie keine Zeit mehr für die Einrichtung von Hardware aufwenden. Die User können schnell ihre eigenen Server einsetzen, wodurch sich die Betriebskosten für IT-Management verringern und Sie sich mehr auf die komplexeren (und wichtigeren) Aufgaben konzentrieren können. Sie müssen sich nur noch überlegen, über wie viel CPU, Speicherplatz und Datenspeicher Sie verfügen und wann es sich anbietet, mehr davon zu erwerben.
Virtualisierung bietet Ihrem Unternehmen auch noch andere praktische Vorteile. Bei IT-Ausfällen handelt es sich keineswegs um kleine Unannehmlichkeiten, die sich beheben lassen, indem man den jeweiligen Server einfach nochmals an- und ausschaltet. Das Versagen von Hardware und Datenverlust stellen für klein- und mittelständische Betriebe erhebliche Risiken dar, woran rund 50 % aller Unternehmen scheitern. Geschäftskontinuität steht bei den meisten Organisationen nicht allzu hoch auf der Tagesordnung, doch angesichts der mit Ausfällen verbundenen, extrem hohen Risiken ist es unabdingbar, in irgendeiner Form über Disaster Recovery zu verfügen.
Bei einem Server-Ausfall kann es erhebliche Zeit beanspruchen, Daten wiederherzustellen und Anwendungen und Dienste neu zu installieren. Dies kann sich vor allem für Kleinbetriebe schwierig gestalten, die lediglich über ein oder zwei Server verfügen und die es sich nicht leisten können, ständig Duplikate laufen zu lassen. Während Sie damit beschäftigt sind, Ihre IT-Infrastruktur neu aufzubauen, hat Ihr Personal zu Anwendungen und Daten keinen Zugang, d. h. es fehlen ihm die Tools zur Bearbeitung von Geschäftsprozessen, einschließlich derjenigen Tools, die für das Versenden von E-Mails notwendig sind.
Virtuelle Infrastrukturen lassen sich wesentlich leichter wiederherstellen. Regelmäßige Schnappschüsse können den Serverstatus erfassen – bis hin zu laufenden Anwendungen. Kopien und Backups lassen sich kinderleicht erstellen; innerhalb von Minuten ist alles betriebsbereit, wobei Schnappschüsse auf einen Ersatzserver oder auch auf Desktop-PCs geladen werden können. Es erübrigt sich, Betriebssysteme oder Anwendungen neu zu installieren, zumal Sie lediglich einen kompatiblen Virtualisierungs-Host benötigen. Falls Sie das Risiko noch weiter minimieren wollen, können Sie auch regelmäßig Schnappschüsse auf externe Server kopieren. Dies ermöglicht Ihnen, selbst dann betriebsbereit zu sein, wenn Sie keinen Zugang zu Ihren Geschäftsräumen haben, wobei Sie allerdings Ihre Daten auf einem Remote-Server spiegeln müssen.
Die Virtualisierung in Kleinbetrieben bietet jede Menge Spielraum. Die Konsolidierung spart Ihnen Geld und macht Sie flexibler, während Ihnen bei Ausfällen regelmäßige Bild-Schnappschüsse schnelle Wiederherstellung bieten. Möglicherweise erhalten Sie nicht denselben ROI wie eine große IT-Organisation, die eine Expansion anhand von extremer Standardisierung anstrebt; dennoch profitieren Sie von geringeren Verwaltungskosten und einer niedrigeren Stromrechnung sowie reduzierten Ausgaben für Hardware, wobei Ihnen ferner das zusätzliche Platzangebot in Ihrem Server-Raum zugute kommt.